Mathias Tretter
Der Egoismus greife um sich, das „Ich“ sei das neue „Wir“ und „die Erde versuchte die Menschheit sowieso nur zu erhalten, um ihren eigenen Arsch zu retten“. Und so gäbe es keine Katastrophen mehr, sondern nur noch „Neue Märkte“. Jeder versuche das Beste für sich herauszuholen und überhaupt seien die Wahlen das Problem an der Demokratie. Ob diese These zu gewagt ist, möge jeder für sich selbst beurteilen in einer Zeit, in der in vielen Ländern wieder einmal derjenige der Souverän ist, der über den Ausnahmezustand entscheidet und in den USA einer sitzt, der mit erschreckend wenig Wortschatz erstaunlich lange Reden hält. Merz hingegen habe einfach so lange kandidiert, bis die Gesellschaft mit „Ich kann nicht mehr!“ einfach nachgab. Die Wähler kennen oder erkennen die Programme der Parteien nicht mehr, ist sich Mathias Tretter sicher, machten einfach irgendwo ihr Kreuz und spielten „Schiffe versenken“. Schließlich sei alles auch noch so teuer geworden, dass vielen, wie ihm als Student, nichts anderes übrigbliebe, als am Geldautomaten zu daddeln und gespannt zu schauen, was noch rauskomme.