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Viva Voce

am18.06.2005 in der Aula des GTO

Eine Boyband in der Aula des Ganzagesgymnasiums Osterburken – noch dazu eine, die reinste Pop-Musik mit Tanzchoreographien präsentiert? Was eine Veranstaltung für Scharen kreischender Teenies vermuten läßt, war in Wirklichkeit das Konzert von "Viva Voce", das quer durch alle Altersschichten begeisterte. Wörtlich übersetzt bedeutet der Bandname "Es lebe die Stimme", und das ist bei den fünf Jungs aus Franken Programm. Der von der Kulturkommode und der SMV des GTO veranstaltete Abend war musikalisch wohl eines der absoluten Highlights im Rahmen ihrer A-cappella-Reihe.

Stimmung pur


Die Mitglieder von "Viva Voce" lernten sich bereits während ihrer Schulzeit im Windsbacher Knabenchor kennen und sind inzwischen fast alle ausgebildete Musiker. Seit sieben Jahren touren sie mit wachsendem Erfolg durch Deutschland mit ihrem Stil, den sie als Vox-Pop bezeichnen; und der verspricht eine gelungene Mischung aus spritzigen Songs, ergreifenden Balladen und charmanter Performance.

Dabei bedienen sich die fünf Sänger nicht nur im typischen A-cappella-Fundus, sondern bieten selbst komponierte Songs genauso wie eigens arrangierte Pop-Klassiker. Unter vielen Höhepunkten sind dabei mit Sicherheit besonders das mitreißende Robbie-Williams-Medley oder das schmachtende "More than words" der Rock-Gruppe Extreme zu nennen. Dass dabei wirklich nur die Stimmen der jungen Männer auf der Bühne zum Einsatz kommen, ist kaum zu glauben; so raffiniert sind die Arrangements, gesanglich so brillant werden sie präsentiert.

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Mit seiner Mouth-Percussion gibt Jörg Fischer einen verblüffenden Beatbox-Sound ab, während Heiko Benjes mit knackig-rockigem Bass, Bariton Thomas Schimm und die Tenöre David Lugert und Bastian Hupfer perfekte Harmonien zaubern. Damit nicht genug, liefert "Viva Voce" neben ihrem Gesang auch noch eine unterhaltsame Show ab. Ihre Tanzchoreographien setzen die Jungs dabei auch durchaus als Mittel zur Persiflage ein, wie zum Beispiel beim No-Angels-Hit "Daylight", der von "Viva Voce" ins Deutsche übersetzt als "Tageslicht" die Casting-Band-Welle humorvoll ad absurdum führt. Zum Schreien komisch war auch die gelungene Parodie auf Max Mutzke und sein "Can´t wait until tonight".

Die fünf Jungs von Viva Voce

Unterstützt durch effektvollen Lichteinsatz und hervorragend abgemischten Sound konnten die fünf Musiker beweisen, dass jeder von ihnen das Zeug zum Leadsänger hat und vor allem, dass sie als Ensemble zu absoluten Profis im A-cappella-Fach zu zählen sind. Das sah das begeisterte Osterburkener Publikum genauso und forderte vehement drei Zugaben, ehe "Viva Voce" die Zuhörer mit ihrem letzten Lied, das sie kurzerhand ohne Mikrofone und unverstärkt sangen, in die laue Sommernacht entließ.

Text: Martin Hammer
Photos: Michael Pohl