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Ronnie Taheny

am 07.05.2005 in der Alten Schule

Energiebündel in Aktion


Viel Kulturelles wurde am vergangenen Samstag in und um Osterburken geboten. Umso erfreulicher, dass so viele dem Ruf der Kulturkommode gefolgt waren und zum Konzert von Ronnie Taheny den Saal der Alten Schule bis auf den letzten Platz füllten.

Dass sie sich richtig entschieden hatten, zeigte der beinahe frenetische und lang anhaltende Applaus am Ende des Konzerts, bei dem die sympathische Künstlerin die ganze Bandbreite ihrer musikalischen Fähigkeiten zum Besten gab.

Ronnie Taheny

Man ist ja mit gut gemeinten Vergleichen oft zu schnell bei der Hand, aber bei Ronnie Taheny ist es sicher nicht übertrieben zu behaupten, dass sich in ihrem Stil die einprägsame Stimme von Bonnie Tyler mit den genialen Songwriter-Qualitäten einer Melissa Etheridge paart. Doch Ronnie bietet bei ihren Auftritten dem Publikum noch viel mehr als das. Nicht nur, dass sie mit traumwandlerischer Sicherheit zwischen Keyboard und Gitarre wechselt - die gebürtige Australierin strahlt auf der Bühne soviel Lebendigkeit aus, dass der Funke einfach auf das Publikum überspringen muss. Unbekümmert und äußerst unterhaltsam erzählt sie Geschichten zur Entstehung ihrer Songs, und am liebsten ist es ihr, wenn dabei die Kommunikation mit den Zuhörern zustande kommt, was ihr an diesem Abend auch ohne Schwierigkeiten gelang.

Ronnie Taheny scheute sich auch nicht davor, ihr Publikum als "Versuchskaninchen" für brandneue Songs zu gebrauchen ("Wenn sich etwas anhört wie ein Fehler, dann nehmt es einfach als Jazz!"). Doch die Sorge war unbegründet: bei ihren wunderschönen Balladen, wie "Into the night" oder "Photograph", zu denen sie sich am Clavinova begleitet, läßt sie ihre Stimme zärtlich, beinahe zerbrechlich klingen, während sie an der Gitarre zur wahren Rock-Röhre wird und dabei genauso quirlig ist wie ihre unzähmbare Rasta-Mähne.

Die kleine Powerfrau mit der großen Stimme


Ronnie Taheny liebt und lebt ihre Musik eben besonders live auf der Bühne. Das war besonders in der zweiten Hälfte des Konzerts zu spüren, in der sie Hits wie "The princess and the frog" und "This lifetime" präsentierte, ehe sie im Zugabenteil zum hörbaren Vergnügen aller Anwesenden skurrile Percussionsinstrumente an einige Fans verteilte, mit der Bitte, sie beim nächsten Song damit zu begleiten und sich mit eigenen Soli einzubringen. Am Ende dieses kurzweiligen Abends gab es wohl niemanden, der nicht von dieser "kleinen Powerfrau" und ihrer mitreißenden Musik begeistert war.

Text: Martin Hammer
Photos: Michael Pohl