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Heidelberger HardChor

am 10.10.2009 in der Aula des GTO

Bernhard Bentgens mit seinem HardChor

Griechische Mythologie, philosophische Gedanken zu bemitleidenswerten Männerschicksalen und hervorragender A-cappella-Gesang – diese Elemente, gewürzt mit einer gehörigen Portion Ironie, zu einem durch und durch unterhaltsamen Konzert zu vereinen, gelingt wohl wenigen Ensembles so problemlos wie dem Heidelberger Hardchor. Im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens fanden sich die Kurpfälzer zum zweiten Mal auf Einladung der Kulturkommode und der SMV des GTO zu einem Gastspiel in der Aula des Ganztagesgymnasiums ein.


Geballte A-Capella-Männerpower

14 gestandene Sänger standen dabei auf der Bühne in Osterburken – und natürlich Bernhard Bentgens, der musikalische Leiter und kreative Kopf des Hardchors, der in bekannter Manier mit Witz und Spontaneität durchs Programm führte und seinen Chor mit viel Engagement dirigierte. Diesem gelang eine grandiose gesangliche Vorstellung, die auch in anspruchsvollen Passagen immer souverän war. Umso beeindruckender ist dies, bedenkt man, dass der Heidelberger Hardchor zum Großteil aus Mitgliedern besteht, die keinem künstlerischen Beruf nach gehen.


Der Heidelberger HardChor in der Aula des GTO


Inhaltlich angelehnt an eine griechische Sage, gelangt das Ensemble in seinem aktuellen Programm als "Chorpheus" in die Unterwelt mit dem verzweifelten Ansinnen, die Geliebte Eurydike aus dem Hades zu befreien, was bekannter Weise in einer Tragödie endet. Mit dieser Thematik setzt sich der Hardchor auch durchaus ernsthaft auseinander. Liebeslieder ("Every little thing" von The Police) oder die äußerst atmosphärische Version von Peter Gabriels "Mercy Street" erzeugte beim Publikum Gänsehautmomente, die durch eine passende Lichtregie unterstützt wurden. Die Texte, die zwischen den Stücken von verschiedenen Ensemblemitgliedern vorgetragen wurden, trugen die Geschichte voran und so gelang es hervorragend, die verschiedensten Songs entlang dieses roten Fadens zu einem stimmigen Programm aneinander zu reihen.


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Bei aller Dramatik kam aber selbstverständlich der vom Hardchor gewohnte Humor nicht zu kurz. Gehörnte Ehemänner bekamen ihr Fett weg ("Komisch") und Chorpheus entdeckt in "Lass uns in den Hades gehen" die Reize der Unterwelt.
Wie in den vorausgegangenen Programmen gehörten auch diesmal die Songs zu den Highlight, zu denen der phantastisch aufgelegte Peter Saueressig den Solo-Gesang beisteuerte. Mit seinem glasklaren Tenor begeisterte er in "Delilah" und zeigte in "Don’t stop me now" einmal mehr, dass er ein hervorragender Interpret von Freddie-Mercury-Stücken ist.
Mit "Chorpheus in der Unterwelt" präsentierte der Heidelberger Hardchor ein durchdachtes und fesselndes Programm mit Songs in anspruchsvollen Chor-Arrangements, das den stehenden Applaus der Zuhörer am Ende des Abends vollauf rechtfertigte.

Text: Martin Hammer
Photos: Michael Pohl


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